Bergprodukte, Sanfter Tourismus und Genuss aus den Alpen

Genussreise in Graubündens Surselva


Wir sind die einzigen Gäste und philosophieren ein wenig über die Zeitläufe. Dabei bewundern wir das Aprikosenspalier auf 1000 Metern Meereshöhe hier am Haus und staunen über die riesigen reifen Aprikosen, die wir grosszügigerweise probieren dürfen.
Dann trinken wir einen Sanbitter als Apéro, während Sep uns Blanc de Pinot Noir vom Biowinzer(der weisse Pinot noir wird frühzeitig von der Maische getrennt und die Fabstoffe bleiben grösstenteils in den Schalen zurück), Erdbeerwein vom Nachbarn in Surrein und Holunderblütensirup mit Sumvitger Wasser als Getränke zur Auswahl vorschlägt.

Sumvitg Gartenwirtschaft AmarendaAls Vorspeise essen wir Tagliarins (hausgemachte Bandnudeln an Salbeibutter) und Bündner Gerstensuppe. Das schmeckt so gut, dass wir beim angebotenen Nachschlg schon Angst haben, dass wir zur Hauptspeise keinen Hunger mehr haben, aber wir erliegen der Verführung und lassen uns noch eine Portion bringen.
Als Hauptspeise bekommen wir ein Rindfleischvoressen, das sind Rindfleischstücke aus eigenen 2-jährigen Rindern. Dazu gibt es grobe Graubündner Polenta, die mit Boillon zubereitet wird, und Rotkraut. Das Fleisch ist ausserordentlich zart und lecker und schmeckt und hervorragend. Auch die Maluns – bündner Kartoffelteigwaren mit Apfelmus – die unsere Begleiterin gewählt hat, kommen sehr gut an.
Auch bei der Hauptspeise können wir nicht nein sagen, als wir gefragt werden, ob wir noch einmal wollen.
Zum Nachtisch haben wir uns Bündner Nusstorte und Himbeerquarktorte gewünscht, womit wir dann das Abendessen abschliessen. Nun sind wir so satt, dass wir im Interesse der Wanderung am nächsten Tag ablehnen müssen, was natürlich schade ist, aber wir wollen uns ja noch rühren können.
Zum Abschluss gibt es dann noch einen Verdauungsschnaps aus der Destillaria.

Lamas bei DeplazesZu der Genossenschaft Amarenda gehört auch Lamaventura. Nadia und David Deplazes veranstalten mit Ihren Lamas Halbtages- bis Mehrtagestrekkings. Hier könnte man auch eine mehrtägige Tour mit unterwegs Kochen und Übernachtung organisieren. Lamas sind wesentlich unkomplizierter als Maultiere und lassen sich sogar von Dreijährigen führen, so dass hierzu ausser der Einweisung keine Vorkenntnisse notwendig sind. Familie Deplazes bietet am Hof und auf den Touren lokale Spezialitäten, z.B beispielsweise Grillabende mit dem eigenen Rindfleisch unterwegs. Sie legen großen Wert auf Saisonalität der Produkte, weswegen es je nach Jahreszeit unterschiedliche Früchte gibt.
Wir sind diesesmal allerdings nur zum Schlafen im Stroh hier. Gundula und Erich fahren in Ihre Wohnung, während wir es uns zu dritt in den mit Ballen abgetrennten Strohnischen gemütlich machen. Stroh ist nicht Heu, es enthält keine Pollen und ist auch für Allergiker geeignet.
Der Übernachtungsplatz ist rustikal, aber auch ausserordentlich gemütlich und der Schlaf im Stroh ist tief und erholsam.