Bergprodukte, Sanfter Tourismus und Genuss aus den Alpen

Produkte in der Kategorie Ölsaaten

Bitte klicken Sie auf den Namen des Produkts, um weitere Informationen zu dem Produkt zu erhalten.
Oder klicken Sie auf "Bezugsquellen" um Betriebe zu sehen, die dieses Produkt erzeugen.

Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.

Info von Wikipedia:
Die Kürbisse (''Cucurbita'') bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Fünf Arten werden kultiviert: ''Cucurbita argyrosperma'', Feigenblatt-Kürbis (''Cucurbita ficifolia''), Riesen-Kürbis (''Cucurbita maxima''), Moschus-Kürbis (''Cucurbita moschata'') und Garten-Kürbis (''Cucurbita pepo'').

Geschichte
Die verschiedenen Arten wurden großteils unabhängig für die gleiche Verwendung domestiziert. Als Zeitpunkt wurde lange etwa 5000 v. Chr. angenommen, was nach ''Phaseolus'' und ''Capsicum'' wäre. Neuere Funde von Samen domestizierter Kürbisse sind jedoch auf 8000 bis 10.000 v. Chr. zu datieren.; Der Garten-Kürbis wurde in Mexiko und im Süden der USA domestiziert, der Moschus-Kürbis in Zentral-Amerika und der Riesen-Kürbis in Südamerika. Es wird angenommen, dass ursprünglich die nahrhaften Samen genutzt wurden, da diese frei von Bitterstoffen sind, während alle Wildformen bittere Früchte besitzen. Durch die Auslese nichtbitterer Formen wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich. Schon in präkolumbischer Zeit gab es eine große Sortenvielfalt. Bereits früh kamen Samen auch nach Europa, wo die Kürbisse gerne kultiviert wurden.;

Merkmale
Die Kürbisse sind einjährige, selten auch ausdauernde, krautige Pflanzen. Die meisten Arten, darunter alle kultivierten, sind eher mesophytisch und besitzen ein fädiges Wurzelsystem, nur wenige Arten sind xerophytisch und haben ein vergrößertes Wurzelsystem. Die Stängel sind meist niederliegend oder auch kletternd. Die Ranken sind drei- bis siebenfach verzweigt. Sie sind einhäusig (monözisch). Die Blüten stehen an langen Stielen einzeln in den Blattachseln. Der Kelch ist glockenförmig und hat fünf Zipfel. Die Krone ist mit 6 bis 10 Zentimetern Länge groß, bei beiden Geschlechtern fast gleich groß, glockig, fünfzipfelig, dabei maximal bis zur Hälfte geteilt. Die Blütenfarbe ist goldgelb, ''Cucurbita okeechobeensis'' hat cremefarbene Blüten. Die männlichen Blüten haben scheinbar drei Staubblätter, jedoch sind 2 + 2 + 1 verwachsen. Die Staubfäden sind frei, die Staubbeutel sind zu einer Säule verwachsen. Die weiblichen Blüten haben kleine Staminodien und einen drei- bis fünffächrigen unterständigen Fruchtknoten. Der eine Griffel ist kurz und trägt drei bis fünf zweilappige Narben. In einem Diskus und an der Basis des Hypanthiums wird Nektar produziert. Die Früchte sind drei- bis fünffächrige, sehr große und vielsamige Panzerbeeren. Form, Größe und Farbe variiert je nach kultivierter Sorte sehr stark. Bei den Wildformen ist die Fruchtwand hart und verholzt und bleibt lange intakt. Nach langer Lagerung bleiben im Wesentlichen trockene Fruchtwand, Stiel und Samen übrig. Trockene Früchte sind auch schwimmfähig. Die Samen sind flach, im Umriss oval und haben einen verdickten Rand. Die Chromosomenzahl der Gattung beträgt 2n=40. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um eine alte Polyploidie handelt.

Verbreitung
Die Gattung ist ursprünglich ausschließlich in Amerika beheimatet. Kultiviert werden die domestizierten Arten heute weltweit in den warmen Gebieten. Die Standorte reichen von heißen trockenen Gebieten bis zu kühlen Nebelwäldern. Alle Arten sind frostempfindlich. Die meisten Arten wachsen in heißen Tieflandgebieten mit ausgeprägten Regen- und Trockenzeiten. Sie benötigen hohe Sonneneinstrahlung. Die Keimung bzw. der Austrieb aus den Speicherorganen erfolgt am Beginn der Regenzeit. Die eher mesophytischen Arten wachsen meist in laubwerfenden Dornbusch-Wäldern. Des Weiteren wachsen sie häufig an natürlich gestörten Standorten wie an Flussufern und in den Überschwemmungsgebieten von Flüssen. Als Untergrund kann der Sand von Küstendünen, staunasser Tieflandboden oder Schotterboden in großen Seehöhen dienen.;

Systematik
Die Gattung wird innerhalb der Familie in die Unterfamilie Cucurbitoideae, Tribus Cucurbiteae gestellt. Ihr Schwestertaxon ist ''Peponopsis''. Zusammen mit ''Peponopsis'' und ''Polyclathra'' bildet sie eine von den übrigen Gattungen der Tribus getrennte Gruppe.; In der Gattung ''Cucurbita'' gibt es rund 15 Arten:;
- ''Cucurbita argyrosperma''
- ''Cucurbita digitata''-Komplex, mit den manchmal nur als Unterarten eingestuften
  • *
  • Cucurbita digitata'' ** ''Cucurbita palmata'' ** ''Cucurbita cylindrata'' ** ''Cucurbita cordata''
    - ''Cucurbita ecuadorensis''
    - Feigenblatt-Kürbis - Cucurbita ficifolia ''
    - ''Cucurbita foetidissima''
    - ''Cucurbita lundelliana''
    - Riesen-Kürbis (''Cucurbita maxima''): hierher gehört auch der Hokkaidokürbis
    - Moschus-Kürbis (''Cucurbita moschata'')
    - ''Cucurbita okeechobeensis''
    - ''Cucurbita pedatifolia''
    - Gartenkürbis (''Cucurbita pepo'' L.): hierzu zählen auch Steirischer Ölkürbis, Zucchini und Gem Squash
    - ''Cucurbita radicans''

    Nutzung
    Fünf Arten der Gattung ''Cucurbita'' werden vom Menschen kultiviert. Garten-, Riesen- und Moschus-Kürbis sind dabei die wichtigeren; ''Cucurbita argyrosperma'' und der Feigenblatt-Kürbis haben nur regionale Bedeutung. Die fünf Arten lassen sich durch Frucht- und Blattmerkmale unterscheiden, die in den jeweiligen Artikeln angegeben sind.
    Vertreter anderer Gattungen der Familie ''Cucurbitaceae'' werden häufig ebenfalls als „Kürbisse“ bezeichnet und im Familien-Artikel unter Nutzung behandelt. War das Verbreitungsgebiet der Kürbisse in präkolumbischer Zeit auf Amerika beschränkt, werden sie bereits seit dem 16. Jahrhundert weltweit in den warmen Gebieten angebaut. Vor allem zwischen Garten- und Riesen-Kürbis wird im Anbau nur sehr bedingt unterschieden; wichtiger sind hier die Nutzungsformen:
    - So werden Kürbisse hauptsächlich als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet. Schon die vorkolumbische indigene Bevölkerung hatte das in Streifen geschnittene Kürbis-Fruchtfleisch roh getrocknet und auf diese Weise haltbar gemacht.
    - In den Vereinigten Staaten wird traditionell zu bestimmten Ereignissen (z. B. Thanksgiving) Kürbiskuchen (Pumpkin Pie) gegessen.
    - Ebenfalls häufig ist die Verwendung von Kürbissen zur Zubereitung von Kürbissuppe.
    - Seltener werden Sprossspitzen und Blätter des Kürbisses als Gemüse verwendet.
    - Die KürbisSamen werden dagegen recht häufig genutzt, geröstet als Snack oder zur Herstellung von Kürbiskernöl. Speziell zu diesem Zwecke existieren verschiedene Züchtungen von samenschalenlosen Ölkürbissen, wie z. B. der Steirische Ölkürbis.
    - Des Weiteren wurden und werden verschiedene Teile des Kürbisses in der Volksmedizin verwendet.
    - Heute weit über das Ursprungsgebiet hinaus bekannt und verbreitet ist der Brauch, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen und in Laternen zu verwandeln. Es gibt sogar eine eigene Sorte Jack-O’-Lantern.
    - Ein ebenfalls verbreiteter Brauch ist die Züchtung möglichst großer Kürbisse. Der Rekord liegt bei einem Gewicht von einer Tonne (Stand: Oktober 2012).;
    - Allein zur Unterhaltung dient der Kürbisweitwurf.

    Der Kürbis im Englischen
    Besonders in der englischen Sprache gibt es eine verwirrende Vielzahl von Trivialnamen für den Kürbis, die nur bedingt mit den botanischen Taxa übereinstimmen. Die bekanntesten Beispiele dafür sind:

    ''Squash''
    Als ''Squash'' werden ursprünglich Kürbisse bezeichnet, die roh und ungekocht verwendet werden.
    Unterschieden wird weiterhin – insbesondere in den USA – zwischen ''Summer Squash'' (dt. ,Sommerkürbis‘) und ''Winter Squash'' (,Winterkürbis‘): ; ''Summer squash'' : ''Summer squashes'' sind Sorten, die im unreifen Zustand geerntet werden und nicht lagerfähig sind. Diese Sorten gehören meist zur Art der Gartenkürbisse und werden meist gekocht oder gebraten. ; ''Winter squash'' : ''Winter squashes'' sind Sorten, die reif (also im Herbst) geerntet werden und bis in den Winter hinein gelagert werden können. Solche Sorten können von allen Kürbis-Arten sein und werden meist gekocht oder gebacken. Außerhalb der Vereinigten Staaten existieren für Sommer- und Winterkürbisse abweichende (englischsprachige) Bezeichnungen.

    ''Pumpkin''
    Als ''Pumpkin'' werden in den Vereinigten Staaten Sorten mit großen, runden Früchten bezeichnet, die zu Kuchen, Kürbislaternen (''Jack-o’-lantern'') und Viehfutter verarbeitet werden. Sie werden außerdem als Tafelgemüse verwendet.
    Die in den Vereinigten Staaten ''Winter squashes'' (Winterkürbisse) genannten Sorten von Moschus- und Riesen-Kürbis werden z. B. in Indien ebenfalls als ''pumpkins'' bezeichnet.

    ''Cushaw''
    ''Cushaw'' werden Winterkürbisse mit gekrümmtem Fruchtansatz genannt. Sie werden zum Backen oder als Tierfutter verwendet.

    ''Gourd''
    Als ''Gourds'' werden meist Kürbisse bezeichnet, die nicht zu Speisezwecken dienen; aber auch Arten anderer Kürbis-Gattungen, wie z. B. der ''Bottle gourd'', der Flaschenkürbis (''Lagenaria siceraria''), werden im Englischen ''Gourd'' genannt.

    Belege

    - R. W. Robinson, D. S. Decker-Walters: ''Cucurbits''. CAB International, Wallingford 1997, S. 71–83. ISBN 0-85199-133-5 (Merkmale, Nutzung)
    - Siegmund Seybold (Hrsg.): ''Schmeil-Fitschen interaktiv'' (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6 (Merkmale)
    (Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
    Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )
Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.

Info von Wikipedia:
Als Leinsamen werden die Samen des Flachses (Gemeiner Lein, ''Linum usitatissimum'') bezeichnet.

Beschreibung
Leinsamen haben je nach Sorte eine braune oder gelbe Schale, schmecken leicht nussig und enthalten etwa 40 % Fett (Leinöl). An diesem hat die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure einen Anteil von etwa 50 %. Leinöl hat damit eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Schleimstoffe, Linamarin, Eiweiß, Lecithin; ferner Sterine, Plastochromanol, die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Nicotin-, Fol- und Pantothensäure.;

Verwendung


Heilmittel
Leinsamen haben sich als ein natürliches und nicht apothekenpflichtiges Abführmittel bei einer Verstopfung bewährt. Zu diesem Zweck muss der Samen geschrotet und dann zu Mehl vermahlen werden. Vor dem Verzehr sollte das Mehl in Wasser eingeweicht werden. So entsteht der Leinsamenschleim. Die abführende Wirkung beruht darauf, dass in der Schale des Leinsamens Schleime enthalten sind, die durch Wasseraufnahme quellen. Die Kotmasse wird auch erweicht. Die mit der Quellung einhergehende Volumenzunahme reizt die in der Darmwand befindlichen Dehnungsrezeptoren, so dass es zum Entleerungsreflex kommt. Leinsamenschleim kann zum Schutz der Magenschleimhaut bei Gastritis als morgendliche Rollkur oder auf den Tag verteilt eingenommen werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Leinsamenschleim auch gegen Prostatakrebs vorbeugen kann.; Leinsamen enthalten cyanogene Glycoside (Linustatin und Neolinustatin). Diese Blausäure-Vorstufen entsprechen nach ihrer Umwandlung einer Menge von rund 50 mg Blausäure auf 100 g Leinsamen. Der geringe Wassergehalt der Samen, der zu saure pH-Wert im Magen und der Abbau durch Rhodanasen verhindert jedoch Vergiftungen bei Aufnahme normaler Mengen. Jede vorherige Erhitzung durch Backen, Kochen oder Braten zerstört die Glykoside darüber hinaus.;; Unbehandelter Leinsamen − auch nach Quellung − verlässt meist unverändert das Verdauungssystem des Menschen, weshalb eine nennenswerte Aufnahme der Inhaltsstoffe (z. B. Linustatin, Cadmium, Linolsäure und Linolensäure) ausbleibt. Gepulverter Leinsamen und so genannter ''Leinkuchen'' (der Presskuchen ist Nebenprodukt der Leinölproduktion) werden für erweichende und schmerzlindernde breiige Umschläge bzw. als heiße Packung bei Gallenblasenkolik und anderen Erkrankungen der Leber und Galle verwendet. Die im Leinkuchen enthaltenen, wasserlöslichen Lignane besitzen antioxidative Wirkungen und werden in der Medizin zur Brustkrebsbehandlung miteingesetzt.

Hinweise
Es gibt Hinweise, dass der Verzehr von Leinsamen durch Schwangere das Risiko für Frühgeburten erhöhen könnte.;;

Weitere Verwendungen
Leinsamen wird in größeren Mengen als Zutat für Lebensmittel verwendet, hauptsächlich in Backwaren und Müsli. Große Mengen werden zu Leinöl gepresst, das als hochwertiges Speiseöl, als Therapeutikum sowie vor allem auch in technischen Anwendungen genutzt wird. Leinkuchen wird an Nutztiere verfüttert oder als Düngemittel ausgebracht.; Trotz des folgenden weltweiten Anbau- und Verkaufsverbots (bzw. der fehlenden Genehmigungen) wurde bei ersten Kontrollen im Jahr 2009 in Deutschland genmanipulierter Leinsamen in Lebensmitteln nachgewiesen, Nachweise in weiteren europäischen Ländern folgten.; Große deutsche Handelsketten entfernten daraufhin Produkte, die möglicherweise verunreinigten Leinsamen enthielten, aus ihren Regalen.; Infolge der Verunreinigung der aus Kanada importierten Leinsamen mit genmanipuliertem Saatgut verwendeten viele Lebensmittelproduzenten keine Leinsamen aus Kanada mehr: Die Preise brachen ein und die kanadische Leinsamen-Industrie bangte um ihre Existenz. Die Kanadische Leinsamen-Vereinigung vereinbarte mit der EU als wichtigstem Abnehmer (70 % der kanadischen Exporte) obligatorische Tests für ihre Produkte, um wenigstens einen Teil der Ernten noch absetzen zu können. Die Vereinigung bemüht sich seither, das Problem durch kontrollierten Anbau, regelmäßige Tests und Appelle an die Landwirte in den Griff zu bekommen.;
(Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )
Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.
Bezugsquellen für Mais aus den Bergen

Info von Wikipedia:
Mais (''Zea mays''), in Österreich und Teilen Altbayerns auch Kukuruz genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae). Sie stammt ursprünglich aus Mexiko und ist eine einhäusig getrenntgeschlechtige C4-Pflanze. Wirtschaftlich bedeutend ist die Unterart ''Zea mays'' subsp. ''mays''. Jährlich werden weltweit auf über 170 Millionen Hektar (24 % der Getreideanbaufläche) über 850 Millionen Tonnen (34 % der Getreideproduktion) Mais geerntet. Mais wird vor allem als Futterpflanze genutzt. Darüber hinaus ist Mais ein Nahrungsmittel (vor allem in Lateinamerika und Afrika) und eine Energiepflanze (Energiemais, vor allem in Industrieländern). Maisstärke ist ein Nahrungsmittel, Ausgangsprodukt für Biokunststoffe, Fermentationsrohstoff usw.

Beschreibung
Der Kulturmais ist durch die lange Züchtungsgeschichte formenreich.


Vegetative Merkmale
Kulturmais ist eine kräftig gebaute, sommergrüne, einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 1 bis zu 3 Metern erreicht. Der runde, nicht oder nur selten verzweigte Halm ist auf ganzer Länge von glatten Blattscheiden bedeckt. Er ist innen markhaltig und kann am Grund einen Durchmesser von 5 Zentimetern aufweisen. Die zahlreichen Knoten stehen insbesondere bodennah in dichter Folge. Aus ihnen entwickeln sich sprossbürtige Wurzeln, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme, vor allem aber auch der Standfestigkeit der Pflanze dienen.; Die Bezeichnung Rheintaler Ribelmais, welche eine eigenständige Sorte darstellt, ist seit dem Jahr 2000 mit der Ursprungsbezeichnung ''Rheintaler Ribelmais AOP'' als erstes Getreideprodukt der Schweiz geschützt.;. Aus dem ''Rheintaler Ribelmais AOP'' werden zahlreiche Regionale Produkte hergestellt. Beispielsweise das, unter dem geschützten Markennamen ''Ribelgold''; vermarktete Maisbier der Regionalbrauerei Sonnenbräu.

Etymologie
''Zea mays'' aus griechisch ζεά (''zea'') für Dinkel, Spelt und mexikanisch ''mays'';. In Österreich, vor allem in Ostösterreich, in einigen (zu Österreich) grenznahen Gebieten in Bayern sowie in Kroatien, Bosnien, Montenegro und Serbien wird Mais auch „Kukuruz“ genannt (ausgesprochen ''gugaruz'' in Wien, Ober- und Niederösterreich und auch im Burgenland). Dieses hat eindeutig slawische Wurzeln wie im Tschechischen ''sladká kukuřice'' (''süßer Mais''), im Polnischen ''kukurydza'' oder im Russischen '' (kukurusa)'' oder auch indirekt über das Ungarische ''kukorica'', möglicherweise auch von den Kuruzen (aufständischen ungarischen Bauern). Weitere Trivialnamen sind: „Welschkorn“ und „Türkischer Weizen“, in Vorarlberg und Tirol oft auch kurz „[der] Türken“, analog heißt der Mais auch auf Italienisch ''granoturco''. In der Steiermark wird mit „Woaz“, je nach Region, entweder Weizen oder Mais („Türk Woaz“) bezeichnet. In der Schweiz kennt vor allem das St. Galler Rheintal den Ausdruck ''Türgge'' oder ''Törgge'' für den hellen Speisemais, aus dem die traditionelle Speise Ribel hergestellt wird. Diese Namensgebungen müssen aber nicht zwangsläufig auch mit den Türken zu tun haben, sondern lassen sich eventuell auch als Volksetymologie mit der Herkunft aus dem vermeintlichen Orient bzw. eben den „heidnischen Ländern“ erklären, vergleichbares war regional auch bei anderen Importen aus der Neuen Welt üblich. Auf eine fremde bzw. überseeische Herkunft verweisen auch die Bezeichnungen „Welschkorn“, die vor allem im Pfälzischen verbreitet ist, und das ältere französische ''blé d'Inde'', das heute noch im frankophonen Kanada üblich ist.

Anbau
Mais ist ein Sommergetreide – die Aussaat erfolgt in Deutschland von Mitte April bis Anfang Mai, wenn der Boden warm genug und die Gefahr von Spätfrösten nicht mehr gegeben ist. Mais braucht zur Keimung und zum Feldaufgang eine gewisse Temperatur (Keimung 7–9 °C) und eine gewisse Wärmesumme für den Feldaufgang. Bei niedrigen Temperaturen wird der Keimling von Bodenpilzen befallen und verliert seine Triebkraft; lückige Maisbestände mit geringeren Erträgen sind die Folge. Andererseits führt späte Saat ebenfalls zu Ertragsminderungen, weil die Sonnenenergie des Sommers dann nicht voll ausgenutzt wird. Als Faustregel gilt in Deutschland: eine Aussaat nach dem 10. Mai resultiert in 1 % Minderertrag pro Tag Verspätung. Mais wird in Reihen als Einzelkornsaat mit mechanischen oder pneumatischen Einzelkornsämaschinen gesät (österreichisch: gesetzt); die Bestandsdichte ist sorten- und regionsabhängig und beträgt im Durchschnitt etwa 10 (7,5–11) Pflanzen/m². Der Reihenabstand beträgt etwa 75 cm, der Säabstand etwa 10 bis 20 Zentimeter. Die Ernte des Silomaises, normalerweise durch Feldhäcksler, findet in Deutschland Mitte September bis Anfang Oktober statt (der optimale Erntetermin liegt bei etwa 30 % Trockensubstanz der Gesamtpflanze). Körnermais wird in klimatisch bevorzugten Gebieten ab Ende September bis Ende November geerntet. Trotzdem liegt der Feuchtigkeitsgehalt der Körner mit etwa 25–35 % noch so hoch, dass eine entsprechende Trocknung notwendig ist. Haltbar sind Einzelkörner mit max. 16 % Feuchtigkeit; werden ganze Kolben in durchlüfteten Drahtgittersilos eingelagert, so darf die Feuchtigkeit etwas höher sein. Der Hektarertrag von Körnermais liegt bei der Ernte zwischen 80 und 120 dt/ha. Körnermais kann heute mit Mähdreschern geerntet werden, wobei ein spezielles Schneidewerk (siehe Mähdrescher#Maisschneidwerke) die Kolben von den Stengeln trennt und die Kolben direkt vom Mähdrescher gedroschen werden können.

Foliensaat
In Kanada und Irland weit verbreitet ist die ''Foliensaat''. Beim Säen werden die Reihen mit einer Folie überzogen um den Treibhauseffekt zu erreichen. Die Folie ist biologisch abbaubar und verbleibt auf dem Feld. In Deutschland wurde dieses Verfahren in Norddeutschland vereinzelt eingesetzt.;; Mehrerträge konnten vor allem in kühlen Jahren erzielt werden. Untersuchungen im kanadischen Neufundland ergaben eine kürzere Vegationszeit von etwa einer Woche. Gleichzeitig stiegen die Trockenmasseerträge um 15 bis 20 % an.; Die Flächenleistung des Sägerätes ist aufgrund der gleichzeitigen Befestigung der Folie deutlich geringer als bei konventionellen Geräten. Um den Bestand unkrautfrei zu halten wird gleichzeitig ein Vorauflaufherbizid ausgebracht. Je nach Anzahl und Anordnung der Löcher in der Folie kann es zu Problemen mit der Wasserabfuhr kommen. Insbesondere die Phosphorverfügbarkeit wird bei den steigenden Bodentemperaturen unter Folie deutlich verbessert. Unter trockenen Bedingungen wurden ebenfalls Mehrerträge festgestellt;. Zudem kann eine Maissorte mit einer um 100 Punkte höheren Reifezahl (FAO-Zahl) angebaut werden. In Irland werden rund 55 % der Maisfläche unter Folie angebaut, in England rund 8,5 % der Maisfläche;.

Saatgut
Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts waren ausschließlich offen abblühende Maissorten im Anbau, wie zum Beispiel der gelbe badische Landmais. Durch bedeutende Züchtungsfortschritte begann in den USA in den 1930er Jahren der Anbau von Mais-Hybriden. Hybridmais bringt dank Heterosis-Effekt deutlich höhere Erträge als offen abblühende Sorten; ein Nachbau (Saatgut) der geernteten Körner führt jedoch zu einem geringeren Ertrag. In Industrieländern kaufen Bauern in der Regel jährlich frisches Hybridsaatgut, da die höheren Kosten durch die höheren Erträge kompensiert werden. Ärmeren Bauern in Entwicklungsländern ist dies nicht immer möglich, so dass sie Hybridsaatgut recyclen. Trotz der durch Recycling bedingten Ertragseinbrüche sind Nachkommen von Hybriden den traditionellen Sorten üblicherweise noch einige Generationen überlegen.;; Als QPM-Mais (''Quality Protein Maize'') werden Maissorten mit erhöhtem Gehalt der im Mais limitierenden essentiellen Aminosäuren Lysin und Tryptophan bezeichnet. Da Mais in vielen afrikanischen Ländern aufgrund eines schlechten Zugangs zu tierischen Eiweißen und Hülsenfrüchten die bedeutendste Proteinquelle ist, hat QPM das Potenzial, den Gesundheitszustand vieler Menschen zu verbessern. QPM-Sorten werden bereits in etwa 40 Ländern angebaut, vor allem in afrikanischen.; Im März 2010 wurde berichtet, dass Forscher eine seltene Variation eines Maisgen (crtRB1) entdeckt haben, welches den Beta-Carotin-Gehalt um das 18-fache erhöht. Dieses Gen lässt sich in Maissorten einbringen, wodurch die Versorgung mit Vitamin A in mangelernährten Menschen verbessert werden kann, etwa in Teilen Afrikas, wo Mais in großen Mengen konsumiert wird, aber aufgrund von Armut eine unzureichende Versorgung mit den in Obst und Gemüse enthaltenen Beta-Carotinoiden herrscht. Für Sambia wird mit der Markteinführung im Jahr 2012 gerechnet.; Der Verkehr mit Mais-Saatgut ist im Sortenschutzgesetz und Saatgutverkehrsrecht geregelt, deren Einhaltung durch das Bundessortenamt geregelt und durch Länderbehörden überwacht wird. Die zugelassenen Sorten werden in der Europäischen Sortenliste periodisch veröffentlicht. 2010 wurde in Deutschland auf 3.754 ha Maissaatgut vermehrt, fast ausschließlich am Oberrhein in Baden-Württemberg. Mehr als 80 % des benötigten Saatgutes werden importiert, vor allem aus Frankreich oder Ungarn.; Die weltweit im Anbau befindlichen Sorten werden mit einer dreistelligen Reifezahl von 100–900 beschrieben. Von den neun Reifegruppen reifen die 100–300er Sorten mit weniger Sonnenenergie in Norddeutschland als Silomais und in Süddeutschland als Körnermais ab. Das hohe Ertragspotential der Reifegruppen höher 400 setzt hohe Sonnenenergie voraus, die nur in Regionen bis zum 40. Breitengrad der Erde erreicht wird, z.B. im mittleren Westen der USA oder südlich von Rom. Bis 1998 wurden Maissorten anhand ihrer ''FAO-Zahl'' eingruppiert. Dabei wurde ausschließlich der Trockensubstanzgehalt des Kolbens ermittelt. Eine Differenzierung nach Nutzung (Silomais oder Körnermais) war daher aus technischen Gründen nicht möglich. Eine Differenz von 10 FAO-Einheiten gab unter mitteleuropäischen Verhältnissen einen Reifeunterschied von 1 bis 2 Tagen oder 1-2 % im Trockensubstanzgehalt der Körner zum Zeitpunkt der Reife wieder;. Heute wird die Reifezahl nutzungsspezifisch angegeben, d.h. bei Silomaistypen (S) wird der TS-Gehalt der Gesamtpflanze als Kriterium herangezogen und bei Körnermaistypen (K) wird der TS-Gehalt der Körner berücksichtigt, Beispiel: S 230/K 240 Bei den neuen Einstufungen handelt es sich um relative Einstufungen zu Referenzsorten. Somit würde eine Sorte nach Einstufung der FAO Zahl und der Nutzungsspezifischen Reifezahl in unterschiedlichen Gruppen erscheinen.

Gentechnisch modifizierte Sorten
Seit Ende der 1990er-Jahre werden mittels Gentechnik hergestellte schädlingsresistente und herbizidresistente Maissorten angebaut. 2009 erfolgte der Anbau in 16 Ländern. Die wichtigsten Anbauländer sind die USA, Brasilien, Argentinien und Kanada. In den USA beträgt der Anteil transgener Sorten 85 %. Der Anbau von transgenem Mais ist laut begutachteten Studien in den untersuchten Ländern kostensparender und/oder ertragreicher sowie umweltschonender.; Andere Studien kommen zu einem anderen Ergebnis indem sie auf einen längeren Beobachtungszeitraum bezogen beispielsweise einen höheren Pestizidverbrauch feststellten.;;; In Nordamerika werden mögliche Einflüsse auf die Biodiversität von wilden Verwandten des Mais in Mexiko untersucht.; In der EU muss gentechnisch veränderter Mais in Lebensmitteln kenntlich gemacht werden.

Kornformen
Mais wird teilweise über die Form, die Zusammensetzung und die Verwendung der Maiskörner definiert. Die Form des Korns wird durch das Nährstoffgewebe bestimmt. Folgende Klassifizierung ist üblich (engl. Bezeichnungen in Klammern):; # Hartmais ( = Kiesel, Feuerstein, flach, rund). Die reifen Körner sind rund, weil sich hier stärkereiches Nährgewebe befindet, darum herum aber hornartiges. Hartmais ist die in den USA am meisten angebaute Form des Maises.; # Zahnmais ,. Die reifen Körner sind in der Mitte eingesunken, weil die Eiweißschicht (auch Hornendosperm genannt) rings um das Korn verläuft. Die meisten Sorten im europäischen Anbau sind Zahnmais/Hartmaismischtypen.;; # Puffmais ,. Das gesamte Nährgewebe ist hornartig. Durch Erhitzen platzen die Körner. # Zuckermais ,. Da Zuckermaisarten ein Gen fehlt, wandelt sich bei der Reife der Zucker nicht in Stärke um. Die Körner schrumpfen entsprechend bei der Reife. Zuckermais wird gewöhnlich vor Abschluss des Reifeprozesses geerntet und gegessen. # Stärkemais ,. Die Körner haben kein Hornendosperm (Eiweißschicht), sondern nur ein weiches und stärkehaltiges Nährgewebe und lassen sich daher besser als andere Maisgruppen zu Mehl mahlen. Körner und Kolben dieser Maisform finden sich unter anderem in den Gräbern der Inkas und Azteken. # Wachsmais ,. Die Körner sehen wachsartig aus, weil sie einen Überzug aus Amylopektin haben. # Spelzmais ,. Die Maisform hat heute keine landwirtschaftliche Bedeutung mehr. Da jedes Korn von Spelzen umgeben ist, ist die Verarbeitung eingeschränkt. Alternativ können Maissorten nach ihrem Alter gruppiert werden.

Krankheiten und Schädlinge
Zu den Krankheiten von Kulturmais gehören Auflaufkrankheiten, Keimlings-, Wurzel-, Stängel- und Kolbenfäule, Maisbeulenbrand (''Ustilago maydis''), Maisrost (''Puccinia sorghi'', ''P. mayidis''), Blattfleckenkrankheit (''Helminthosporium sp.''). In Subsahara-Afrika ist der Maize Streak Virus die verheerendste virale Krankheit beim Mais. Als tierische Schädlinge von Kulturmais gelten Ackerschnecken, (''Deroceras ssp.)'', Drahtwurm (''Agriotes lineatus''), Fritfliege (''Oscinella frit''), Maiszünsler (''Ostrinia nubilalis''), Westlicher Maiswurzelbohrer (''Diabrotica vigifera''), Baumwollkapselbohrer (''Helicoverpa zea''), Baumwoll-Kapseleule (''Helicoverpa armigera''). Der Maiszünsler (''Ostrinia nubilalis'') bohrt sich in das Innere des Stängels oder des Kolbens und vernichtet dadurch große Teile der Ernte.

Nützlinge
Das Bakterium ''Paenibacillus brasilensis'' lebt oft in Assoziation mit Mais. Er ist, wie andere ''Paenibacillus''-Arten, in der Lage durch Stickstofffixierung Stickstoff aus der Luft zu binden. Diese Fixierung von Stickstoff ist auch als Diazotrophie bekannt und für die Pflanze von Vorteil, da ihr damit zusätzlicher Stickstoff in Form von Ammoniak und höherwertigen Verbindungen zukommt, den sie alleine überhaupt nicht aus der Luft und nur in der lokal typischen Menge aus dem Boden hätte entnehmen können.

Produktion und Handel
Weltweit lagen die Hektar-Erträge für Körnermais 2012 bei 51,85 dt/ha; Laut Statistischem Bundesamt wurden 2013 in Deutschland insgesamt 4,4 Mio. Tonnen Körnermais (einschließlich Corn-Cob-Mix) auf 497.000 ha angebaut. 2,0 Mio. ha wurden zur Silomaiserzeugung (einschließlich Lieschkolben) genutzt, auf denen 78,2 Mio. t Silomais geerntet wurden.; |----- bgcolor=#DDDDDD ! Rang ! Land ! Menge
(in t) ! rowspan=13 bgcolor=white |  ! Rang ! Land ! Menge
(in t) |----- bgcolor=#EEEEEE |    1 ||    || style="text-align:right" |273.832.130 ||    13 ||     || style="text-align:right" |8.212.924 |----- bgcolor=#EEEEEE |    2 ||    || style="text-align:right" |208.130.000 ||    14 ||     || style="text-align:right" |8.194.600 |----- bgcolor=#EEEEEE |    3 ||     || style="text-align:right" |71.072.810 ||    15 ||     || style="text-align:right" | 8.093.646 |----- bgcolor=#EEEEEE |    4 ||     || style="text-align:right" |22.069.254 ||    16 ||     || style="text-align:right" |7.406.830 |----- bgcolor=#EEEEEE |    5 ||     || style="text-align:right" |21.196.637 ||    17 ||     || style="text-align:right" | 6.158.318 |----- bgcolor=#EEEEEE |    6 ||     || style="text-align:right" |21.060.000||    18 ||     || style="text-align:right" | 5.953.352 |----- bgcolor=#EEEEEE |    7 ||     || style="text-align:right" |20.961.300 ||    19 ||     || style="text-align:right" |5.104.248 |----- bgcolor=#EEEEEE |    8 ||     || style="text-align:right" |19.377.030 ||    20 ||     || style="text-align:right" |4.991.000 |----- bgcolor=#EEEEEE |    9 ||     || style="text-align:right" |15.614.100 ||    ... ||     ||     |----- bgcolor=#EEEEEE |    10 ||     || style="text-align:right" |11.830.000 ||     ||     || style="text-align:right" | |----- bgcolor=#EEEEEE |    11 ||     || style="text-align:right" |11.703.100 ||    35 ||     || style="text-align:right" |2.351.370 |----- bgcolor=#EEEEEE |    12 ||     || style="text-align:right" |9.410.000* ||    97 ||     || style="text-align:right" |146.938 |----- bgcolor=#EEEEEE |    ||     || style="text-align:right" |     ||     || || style="text-align:right" |Welt    || style="text-align:right" |872.066.769 |} ''* = inoffizielle Zahl'' ''Siehe auch:''
- Liste der größten Getreideproduzenten
- Die größten Roggenproduzenten
- Die größten Gersteproduzenten
- Die größten Reisproduzenten
- Die größten Weizenproduzenten
- Die größten Haferproduzenten

Handel
Mais ist nach Weizen das meistgehandelte Getreide. Global wurden 2011 etwa 109,6 Millionen Tonnen exportiert, etwa 41,9 % davon aus den Vereinigten Staaten, gefolgt von Argentinien (14,4 %) und Brasilien (8,7 %). Größter Importeur war 2011 Japan (14,1 %), gefolgt von Mexiko (8,8 %), Südkorea (7,2 %), Ägypten (6,5 %) und Spanien (4,5 %). Unter den 20 größten Importnationen waren auch weitere europäische Länder: Niederlande, Deutschland und Portugal.; Weitere bedeutende Importeure waren Taiwan, Iran, Indonesien, Malaysia und nordafrikanische Staaten. Subsahara-Afrika ist größtenteils autark.;

Nutzung
Etwa 15 % der globalen Maisernte werden als Nahrungsmittel verwendet (Zeitraum: 2005–2007). Global werden 63 % des verbrauchten Mais an Nutztiere verfüttert, 11 % werden verarbeitet, 10 % werden andersartig genutzt, 1 % als Saatgut. In Entwicklungsländern liegt der Anteil von Nahrungsmitteln an der Maisnachfrage bei 25 %, in Ost- und Südafrika bei 73 %, während er in Industrieländern 3 % beträgt. In Industrieländern wird 23 % des verbrauchten Mais verarbeitet, vor allem zu Bioenergie. Die Nachfrage nach Mais als Futtermittel (vor allem für Schweine und Geflügel) steigt um 6 % jährlich, insbesondere aufgrund des zunehmenden Fleischkonsums in Asien.; * Differenzberechnung
1 semi-essentiell
1 mg = 1000 µg Der physiologische Brennwert beträgt 1377 kJ je 100 g essbarem Anteil.

Nixtamalisation
In Ländern, in denen eher selten Mais gegessen wird, wird der Mais einfach zermahlen. Dort, wo Mais ein tägliches Grundnahrungsmittel ist, werden die Körner viele Stunden mit alkalischen Stoffen (wie gelöschtem Kalk oder Holzasche) gekocht, enthülst, nass zu einem Teig vermahlen, dann entweder unmittelbar zum Endprodukt weiterverarbeitet oder wieder getrocknet und als Mehl gehandelt; durch diesen Herstellungsprozess wird Niacin freigesetzt, zudem verbessern sich Geschmack und Backeigenschaften.; Diese Verarbeitungstechnik, die als Nixtamalisierung bezeichnet wird, wurde in Oaxaca nachweislich bereits um 1500 v. Chr. verwendet und ist möglicherweise erheblich älter. Das so gewonnene Mehl wird in den Südstaaten der USA ''hominy grits'' und in Mexiko ''masa harina'' genannt. Bei der Einführung des Maises in Europa durch die Spanier im 15. Jahrhundert wurde die Nixtamalisation nicht angewendet, sodass Pellagra eine in Europa weitverbreitete Krankheit war, auch weil der Zusammenhang zwischen Mais und der Erkrankung lange nicht erkannt wurde. Zudem traten in Westafrika, wo Mais erst in den letzten Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel populär wurde, wegen der Unkenntnis dieser Methode häufig Mangelerscheinungen (Pellagra) auf. Die niedrige biologische Wertigkeit des Maisproteins führt zudem zu Mangelerscheinungen, wenn kaum andere Eiweißquellen zur Verfügung stehen, wie es in vielen Ländern Afrikas der Fall ist.

Maiskeimöl
Ein weiteres wichtiges Produkt stellt das aus den Maiskeimlingen gewonnene Maiskeimöl dar, das vor allem als Salatöl verwendet wird.

Nachwachsender Rohstoff
Neben den vorgenannten Anwendungsgebieten in der Ernährung und als Futtermittel wird Mais auch in vielfältiger Weise als nachwachsender Rohstoff verwendet. Dabei gibt es sowohl energetische wie auch stoffliche Verwendungen, die vor allem auf der Maisstärke basieren. Von zentraler Bedeutung ist die Nutzung als Energiepflanze zur Herstellung von Biokraftstoffen (Bioethanol, vor allem in Nordamerika) und als Energiemais zur Herstellung von Maissilage als Biogassubstrat. Als Energiemais wird dabei Mais bezeichnet, der zur Energieerzeugung in Biogasanlagen genutzt wird; durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde die Biogaserzeugung gefördert und damit der Maisanbau ausgeweitet. In der stofflichen Nutzung spielt Maisstärke als Ausgangsprodukt für Biokunststoffe, vor allem zur fermentativen Produktion von Milchsäure als Ausgangsprodukt von Polylactiden (PLA) sowie für extrudierte Maisstärke (bspw. für essbares Geschirr und als umweltfreundliches Füllmaterial in Verpackungen). Wie Weizenstärke und Melasse kann Maistärke auch als Fermentationsrohstoff für eine Reihe weiterer Feinchemikalien, vor allem Antibiotika und Aminosäuren genutzt werden. Die als Nebenprodukt anfallenden Kolben können zudem als Rohstoff für die Gewinnung von Furfural genutzt werden. Auf der Basis von Maisspindelgranulat wird Ölbindemittel hergestellt. Die Kolbenspindeln spezieller harter Maissorten werden geschnitzt in den USA als einfache Tabakspfeifen („Missouri-Meerschaum“) benutzt und sind auch in Europa im Tabakfachhandel erhältlich.

Probleme von Maisanbau und Maisnutzung
In Deutschland gibt es Kritik am starken Maisanbau für Tierfutter und zur Gewinnung von Agrosprit. Insbesondere wird kritisiert, dass Mais-Monokulturen (eine "Vermaisung der Landschaft") negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt (Biodiversität) haben.; Für Entwicklungsländer wird kritisch gesehen die Verdrängung der in semi-ariden Gebieten üblichen, ernährungsphysiologisch wertvolleren Hirsenahrung durch Maisnahrung. Hier wird als Grund die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten angenommen.;

Literatur

- Daniela Ingruber, Martina Kaller-Dietrich: ''Mais. Geschichte und Nutzung einer Kulturpflanze'', Brandes & Apsel, Frankfurt am Main 2001, ISBN 978-3-86099-200-5.
- Duccio Bonavia: ''Maize: Origin, Domestication, and Its Role in the Development of Culture.'' Cambridge University Press, 2013. ISBN 978-1-107-02303-1 =
(Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )
Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.
Bezugsquellen für Mohn aus den Bergen

Info von Wikipedia:
Mohn (''Papaver'') ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) mit weltweit zwischen 50 und 120 Arten. Eine wichtige Kulturpflanze ist der Schlafmohn (''Papaver somniferum''). Die leuchtend roten Blüten des in Mitteleuropa wilden Klatschmohns (''Papaver rhoeas'') blühen ab Ende Mai und kennzeichnen den Beginn des Frühsommers (siehe Phänologie).

Beschreibung


Vegetative Merkmale
Mohn-Arten sind ein-, zwei-, mehrjährige (selten monokarpisch) oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die Pflanzenteile führen einen weißen oder gelben Milchsaft, der giftige Alkaloide enthält. Die aufsteigenden bis aufrechten Stängel sind meist borstig behaart, selten kahl, verzweigt oder unverzweigt und können beblättert oder unbeblättert sein. Die wechselständig, spiralig am Stängel verteilt und/oder in einer basalen Rosette angeordneten Laubblätter sind gestielt bis ungestielt. Die Blattspreite kann geteilt oder einfach sein. Die Blattränder sind selten kahl, meist gebuchtet oder gesägt. Nebenblätter fehlen.;;;


Generative Merkmale
Die Blüten stehen meist einzeln oder selten in traubigen zymösen Blütenständen. Wenn Blütenstandschäfte vorhanden sind, dann sind sie meist borstig behaart. Meist hängen die eiförmigen bis kugeligen Blütenknospen. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch mit einer doppelten Blütenhülle. Die zwei (selten drei) freien meist borstig behaarten Kelchblätter fallen beim Öffnen der Blüte ab. Die Farbe der vier (selten fünf oder sechs) Kronblätter variiert je nach Art von meist rot, orangerot bis gelb, selten weiß oder lavendelfarben. Die vielen (50 bis 100) freien, fertilen Staubblätter werden zentripetal gebildet. Die Staubfäden sind weiß, gelb, grün, purpurfarben bis rot oder manchmal schwärzlich. Die Staubbeutel sind länglich bis kugelförmig. Vier bis 24 Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einkammerigen Fruchtknoten verwachsen, der borstig behaart oder kahl und meist eiförmig ist. Es sind viele Samenanlagen vorhanden. Es sind gleich viele Narben wie Fruchtblätter vorhanden. Diese sitzen direkt auf dem Fruchtknoten, es ist also keine Griffel vorhanden. Die Ränder des Diskus sind gebuchtet oder geteilt. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Es werden borstig behaarte oder kahle, selten stachelige, harte, offene oder geschlossene Kapselfrüchte gebildet, die viele Samenkörner enthalten. Dabei handelt es sich um so genannte Porenkapseln, einer in nur wenigen Pflanzengattungen verbreiteten Form der Kapselfrüchte. Diese dienen einer semachoren Verbreitung: Neigt sich der Stängel – manche Arten unterstützen das, indem der Stängel mit einem Knick abtrocknet – durch Wind oder Berührung, fallen die Samen aus den Poren wie aus einem Salzstreuer. Die ölhaltigen Samen (früher ''Magsamen'' genannt;) sind schwarz, braun, dunkelgrau oder weiß, klein und nierenförmig. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 7 ;. Seit Kadereit 1988 ; wird die Gattung ''Papaver'' in elf Sektionen gegliedert :
- Sektion ''Argemonidium'' (Syn.: ''Argemonorhoeades'')
- Sektion ''Californicum''
- Sektion ''Carinatae''
- Sektion ''Horrida''
- Sektion ''Macrantha''
- Sektion ''Meconella''
- Sektion ''Meconidium''
- Sektion ''Papaver''
- Sektion ''Pilosa''
- Sektion ''Pseudopilosa''
- Sektion ''Rhoeadium'' Es gibt etwa 50 bis 120 (wohl heute etwa 80 bis 100 Arten) ''Papaver''-Arten, hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten des zentralen und südlichen Europas und Asiens, außerdem in der Neuen Welt, in Ozeanien, Australien, im nördlichen Afrika und nur eine Art in Südafrika :
- ''Papaver aculeatum'' Thunb.: Es handelt sich um die einzige südafrikanische Art.
- ''Papaver alboroseum'' Hultén, ostasiatisch-, nordamerikanische Art mit Vorkommen in Kamtschatka, Kanada und Alaska
- Alpenmohn (''Papaver alpinum'' L.), europäische Art mit Vorkommen in den Alpenländern, Polen, Bulgarien und Rumänien, kommt in mindestens fünf Unterarten vor
- Apulischer Mohn (''Papaver apulum'' L.), Heimat: Apenninen- und Balkan-Halbinsel, dau Kreta
- ''Papaver arenarium'' M.Bieb., asiatische Art mit Vorkommen in Iran, Irak, Türkei und im Kaukasus
- Sand-Mohn (''Papaver argemone'' L.), eurasische Art mit Verbreitung in Europa, im Mittelmeerraum und Westasien.
- ''Papaver armeniacum'' (L.) DC., mit Vorkommen in Iran, der Türkei und in Armenien
- Atlas-Mohn (''Papaver atlanticum'' (Ball) Coss., Syn.: ''P. rupifragum'' subsp. ''atlanticum'' (Ball) Maire), mit Heimat in Marokko, in Österreich und Dänemark eingebürgert;
- Arznei-Mohn (''Papaver bracteatum'' Lindl.), verbreitet im Kaukasus, Kleinasien, Iran (Nordwesten) und Armenien, enthält reichlich Thebain (Ausgangsstoff für die pharmazeutische Synthese des starken Schmerzmittels Oxycodon oder des Opioid-Antagonisten Naloxon)
- ''Papaver californicum'' A.Gray, amerikanische Art mit Vorkommen in Kalifornien
- Grau-Mohn (''Papaver canescens'' Tolm.), Heimat: Hochgebirge Südsibiriens, Mittel- und Zentralasiens
- Marienkäfer-Mohn (''Papaver commutatum'' Fisch. & C.A.Mey.), asiatische Art mit Vorkommen in Iran, Türkei, Armenien und Aserbaidschan
- '' Papaver dahlianum'' Nordh., arktische Art mit nördlich zirkumpolarer Verbreitung, kommt z.B. auf Spitzbergen verbreitet vor;
- Saat-Mohn (''Papaver dubium'' L.): Es ist eine eurasische Art mit Verbreitung in ganz Europa, im Mittelmeerraum und im Westen von Asien, sie kommt in mindestens drei Unterarten vor
- Japan-Mohn (''Papaver fauriei'' Fedde), Heimat: alpine Schotterhänge in Nordjapan und auf den Kurilen
- ''Papaver fugax'' Poir. (auch Papaver caucasium M. Bieb., Papaver floribundum Desf.), Heimat: Ost-Türkei, Kaukasus, nördlicher Irak und Iran
- Tulpen-Mohn (''Papaver glaucum'' Boiss. & Hausskn.), eine vorderasiatische Art
- ''Papaver gorodkovii'' Tolm. & Petrovsky: Sie kommt in Höhenlagen zwischen 0 und 100 Meter in Alaska und Sibirien vor.
- ''Papaver humile'' Fedde, mit Vorkommen in Ägypten, Israel und Jordanien
- Bastard-Mohn (''Papaver hybridum''), eine eurasische Art mit Verbreitung in Großbritannien, Ungarn, Ukraine, Albanien, Bulgarien, im Mittelmeerraum und im Westen von Asien.
- ''Papaver lapeyrousianum'' Gutermann ex Greuter & Burdet, kommt nur in Spanien und Frankreich (Pyrenäen) vor
- ''Papaver lapponicum'' (Tolm.) Nordh.: Eine arktische Art mit nördlich zirkumpolarer Verbreitung.
- Ziegelroter Mohn (''Papaver lateritium'' K.Koch), mit Heimat im Kaukasus und in Armenien, ist in Großbritannien eingebürgert
- ''Papaver macounii'' Greene: Mit Vorkommen in Nordamerika und Russland.
- ''Papaver macrostomum'' Boiss. & A.Huet, eine asiatische Art mit Vorkommen in Afghanistan, Iran, Irak, Armenien, Georgien, Pakistan und der Türkei.
- ''Papaver mcconnellii'' Hultén: Sie kommt im nördlichen Nordamerika in Höhenlagen zwischen 1000 und 1500 Meter vor
- Kurilen-Mohn (''Papaver miyabeanum'' Tatew. ex Miyabe & Tatew.; wird auch als Synonym zu ''P. nudicaule'' gestellt), Heimat: Kurilen
- ''Papaver monanthum'' Trautv., eine asiatische Art mit Vorkommen in Armenien, Aserbaidschan und Georgien
- Island-Mohn (''Papaver nudicaule'' L.), findet man im Altai-Gebirge, Ost-Sibirien, Kasachstan, Mongolei, Nordwest-Kanada und Alaska
- ''Papaver oreophilum'' Rupr., eine asiatische Art mit Vorkommen in Russland (Kabardino-Balkarien, Nordossetien)
- Türkischer Mohn (''Papaver orientale'' L.), asiatische Art mit ursprünglichen Vorkommen in Iran, Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Georgien, eingeschleppt nach Nordamerika
- Wenigblättriger Mohn (''Papaver paucifoliatum'' (Trautv.) Fedde), Heimat: Türkei, Kaukasus
- Pfauen-Mohn (''Papaver pavoninum'' Fisch. & C.A.Mey.), eine asiatische Art mit Vorkommen in Afghanistan, Iran, Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Pakistan
- ''Papaver persicum'' Lindl., eine asiatische Art mit Vorkommen im Iran, Irak, Türkei, Armenien und Aserbaidschan, leicht mit Papaver fugax zu verwechseln.
- Behaarter Mohn (''Papaver pilosum'' Sibth. & Sm.), Heimat: Nordwesttürkei
- ''Papaver pseudocanescens'' Popov, eine asiatische Art mit vorkommen in Russland (Altay, Tuva) und der Mongolei
- Falscher Orient-Mohn (''Papaver pseudo-orientale'' (Fedde) Medw.), eine asiatische Art mit Vorkommen im Iran, Türkei, Armenien und Georgien
- Arktischer Mohn (''Papaver radicatum'' Rottb.), eine Art, die nördlich zirkumpolar und in den Vereinigten Staaten verbreitet ist; sie gliedert sich in mindestens acht Unterarten;
- ''Papaver pygmaeum'' Rydb.: Sie kommt bis in Höhenlagen von 2900 Meter in Nordamerika vor.
- Polar-Mohn (''Papaver radicatum'' Rottb.), Heimat: subarktisches Europa und subarktisches Sibirien
- Klatschmohn (''Papaver rhoeas'' L.), eine eurasische Art mit Vorkommen in ganz Europa, im Westen von Asien und im Mittelmeerraum
- ''Papaver rubroaurantiacum'' (Fisch. ex DC.) Fisch. ex Steud., eine asiatische Art mit Vorkommen in Russland (Burjatien, Tschita) und der Mongolei
- Spanischer Mohn oder Fels-Mohn (''Papaver rupifragum'' Boiss. & Reut.), Heimat: Schattige Kalkfelsspalten in Südspanien und Marokko;
- Schlafmohn, Blau-Mohn (''Papaver somniferum'' L.), eine alte Kulturpflanze, die Samen dieser Art werden auch für Süßspeisen und Kuchen verwendet (grob gemahlen dann ''Backmohn''). Des Weiteren dient er zur Gewinnung von Morphin, das entweder in der Medizin als Analgetikum eingesetzt wird oder durch Methylierung zum Hustenstiller Codein umgesetzt wird. Morphin dient ebenfalls als Ausgangsstoff zur Herstellung von Heroin (Diacetylmorphin).
- ''Papaver spicatum'' Boiss. & Balansa, mit Vorkommen in der Türkei
- Anatolischer Mohn (''Papaver triniifolium'' Boiss.), mit Vorkommen in der östlichen Türkei und dem nordwestlichen Iran.
- ''Papaver umbonatum'' Boiss., eine westasiatische Art mit Vorkommen in Israel, Jordanien, Libanon und Syrien
- ''Papaver walpolei'' A.E.Porsild: Diese Art kommt im nördlichen Nordamerika und in Sibirien vor. Nicht zu dieser Gattung gehören:
- Kalifornischer Mohn (''Eschscholzia californica'' Cham.), eine Nordamerikanische Art mit Verbreitung in den Vereinigten Staaten und Mexiko
- Hornmohn-Arten (''Glaucium'' Mill.)
- Mexikanischer Tulpenmohn (''Hunnemannia fumariifolia'' Sweet), eine mexikanische Art.
- Japanischer Waldmohn (''Hylomecon japonica''), eine asiatische Art mit Verbreitung in China, Japan und Korea
- Federmohn (''Macleaya cordata'' (Willd.) R.Br., Syn. ''Bocconia cordata''), eine asiatische Art mit Verbreitung in China, Taiwan und Japan
- Asiatischer Tüpfelmohn (''Roemeria refracta''), eine asiatische Art mit Verbreitung in Afghanistan, Iran, Armenien, Aserbaidschan, Russland (Dagestan), Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und China (Xinjiang)
- Scheinmohn (''Meconopsis'' Vig.): Mit etwa 54 Arten fast nur in der Sino-Himalaja-Region.

Opiate
Da in Schlafmohnsamen geringe Mengen an Opiaten enthalten sind, wurde der Verzehr von mohnsamenhaltigen Nahrungsmitteln in deutschen Gefängnissen untersagt, da dieser bei Urinproben auf Opiate zu positiven Resultaten führen kann und nicht unterschieden werden kann, ob die Alkaloide durch Rauschgiftkonsum oder den Verzehr der genannten Nahrungsmittel aufgenommen wurden.; In Deutschland sind nur zwei Sorten ('Zeno morphex' und 'Mieszko') mit einem sehr niedrigen Morphingehalt zum genehmigungspflichtigen Anbau zugelassen.;; In Österreich ist der Anbau von Schlafmohn völlig legal und blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Bekannt ist der Waldviertler Grau- und Blaumohn, der sich in vielen Rezepten der österreichischen Mehlspeisküche, aber auch in unzähligen Regalen von Lebensmittelmärkten wiederfindet.; Es wird heute aber auch verstärkt Mohn aus anderen Ländern im Handel angeboten, dessen Morphingehalt aufgrund zum Beispiel unsauberer Erntemethoden stark erhöht sein kann. Aus diesem Grund sollte auf Verwendung von Mohn in Babynahrung verzichtet werden. Bei Mohnkuchen und Mohnbrötchen können die Opiate durch die Erhitzung im Ofen wirkungslos gemacht werden.;

Symbolik
Mohn gilt als Nationalblume der Republik Polen. Unter anderem ist daher auch die Sorte 'Mieszko' nach dem gleichnamigen polnischen Fürsten Mieszko I. aus dem 10. Jahrhundert benannt. Im kollektiven Gedächtnis der Briten ist der Mohn mit den vier Flandernschlachten des Ersten Weltkriegs verbunden. Er dekoriert in Form künstlicher Abbildungen entsprechend die beiden nationalen Grabmäler des unbekannten Soldaten. Wegen der Darstellung brennenden Mohns im Internet ist am 11. November 2012 im Vereinigten Königreich ein 19-jähriger Mann festgenommen worden. ; In einem anderen Fall wurde ein Mann, der öffentlich Plastiknachbildungen von Mohn verbrannte, zu einer Geldbuße verurteilt.; In den Ritualen der Mysterien von Eleusis wurde der Mohn als Symbol der Erde, des Schlafens und des Vergessens zu Ehren der Göttin Demeter eingesetzt.;

Quellen

- Mingli Zhang & Christopher Grey-Wilson: ''Papaver'' in der ''Flora of China'', Volume 7, 2008, S. 278: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=123791 Online.] (Abschnitt Beschreibung)
- J.C. Carolan, I.L. Hook, M.W. Chase, J.W. Kadereit & T.R. Hodkinson: ''Phylogenetics of Papaver and Related Genera Based on DNA Sequences from ITS Nuclear Ribosomal DNA and Plastid trnL Intron and trnL–F Intergenic Spacers'', In: ''Annals of Botany'', Volume 98, Issue 1, S. 141-155: [http://aob.oxfordjournals.org/content/98/1/141.full Fulltext-Online.]
- [http://florabase.calm.wa.gov.au/browse/profile/21455 Beschreibung in der ''Western Australian Flora''.] (englisch)
- [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=5&taxon_id=123791 Eintrag in der ''Flora of Pakistan''.] (englisch)
- Robert W. Kiger & David F. Murray: ''Papaver'' in der ''Flora of North America'', Volume 3, 1997: [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=123791 Online.] (Abschnitt Beschreibung)
- Walter Erhardt u. a.: ''Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen''. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller: ''Exkursionsflora von Deutschland''. Band 5. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag. Berlin, Heidelberg 2008. ISBN 978-3-8274-0918-8 =
(Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )
Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.

Info von Wikipedia:
Als Ölsaat oder Ölsamen werden Pflanzensamen bezeichnet, die zur Gewinnung von Pflanzenöl genutzt werden können. Bei der Nutzung spielt die Erzeugung von Lebensmitteln (Speiseöl) und Futtermitteln (Futteröl) eine wichtige Rolle, daneben auch die Erzeugung von Biokraftstoffen sowie von technischen Ölen (Oleochemie). Ein kleiner Teil der Samen wird im Ganzen oder als Ölschrot im Lebensmittel- oder Futtermittelhandel eingesetzt. In diesem Zusammenhang sind häufig Pflanzen wie Lein, Raps, Soja und Sonnenblumen zu finden.


Abgrenzung
Neben den Ölsaaten liefernde Pflanzen gibt es Ölpflanzen wie zum Beispiel Olive und Ölpalme, bei denen das Öl aus den Früchten gewonnen wird. Zu den Ölfrüchten im landwirtschaftlichen Sinn werden dagegen sämtliche Ernteprodukte mit wirtschaftlicher Bedeutung zur Pflanzenölgewinnung gezählt, also sowohl Ölsaaten als auch ölliefernde Früchte und andere Pflanzenteile.

Arten und Bedeutung
Es gibt eine Vielzahl von Ölpflanzen, deren Samen sich zur Ölgewinnung eignen. Der Fettanteil dient den Samen als Fortpflanzungsorganen der Pflanze dabei als Energiespeicher bei der Keimung. Die weltweit bedeutendste Ölsaat ist Soja, deren Anteil an der gesamten Ölsaatenerzeugung über 50 % liegt (2007: 57 %). Rund 12 % der Erzeugung entfallen auf Rapssaat, die in Mitteleuropa die im Anbau wichtigste Ölsaat darstellt. Die wichtigsten Erzeugerländer und -regionen für Ölsaaten sind die USA, Brasilien, China und Argentinien. Weitere Ölsaaten mit vor allem regionaler Bedeutung sind Sonnenblumenkerne (vor Allem in Argentinien, EU, GUS), Erdnüsse (vor Allem in China, Indien) und Baumwollsaat (vor Allem in China, Indien, USA).; ; ; ; ; ; ; ; ; ;
(Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )
Für dieses Produkt ist leider noch kein Bild vorhanden.

Info von Wikipedia:
Die Sonnenblume (''Helianthus annuus'') ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenblumen (''Helianthus'') in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung
Die Sonnenblume ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 1 bis 2, seltener 2,2 Meter erreicht. Sie bildet keine Knollen. Der Stängel ist rauhaarig. Die fast alle wechselständigen am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 40 Zentimeter und einer Breite von bis zu 35 Zentimeter breit herzförmig mit gesägten Rand. Die nickenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimeter auf. Die meist gelben Zungenblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang und die Röhrenblüten sind braun.

Goldener Winkel
Wie viele andere Pflanzen weist die Sonnenblume im Bau ihres Blütenstandes Spiralen auf, deren Anzahl durch die Fibonacci-Folge gegeben ist, weil der Winkel zwischen architektonisch benachbarten Samen bzw. Teilblüten bezüglich der Pflanzenachse der Goldene Winkel ist. Die rationalen Zahlen, die den zugrunde liegenden Goldenen Schnitt am besten approximieren (annähern), sind Brüche von aufeinanderfolgenden Fibonacci-Zahlen. Die Spiralen werden daher von Pflanzenelementen gebildet, deren Platznummern sich durch die Fibonacci-Zahl im Nenner unterscheiden und damit fast in die gleiche Richtung weisen. Auch im vegetativen Bereich sind die Seitenorgane (Blätter und Blütenstände) so angeordnet, dass die Pflanze die beste Lichtausbeute erzielt. Der Versatz um das irrationale Verhältnis des Goldenen Winkels sorgt dafür, dass ein Organ nie genau senkrecht über einem anderen steht, sondern sich bei optimaler Raumnutzung gegenseitig nur wenig beschatten.

Ökologie
Die Sonnenblume ist eine bis zu 2 m tief wurzelnde sommerannuelle kultivierte Pflanze. Sie ist sehr photosyntheseaktiv; eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlenstoffdioxid. Allerdings sind die Pflanzen sehr lichtabhängig d. h. die Netto-Photosyntheserate steht in direktem Verhältnis zum Logarithmus der Lichtintensität, deshalb bleiben bereits geringfügig schlechter besonnte Pflanzen wesentlich kleiner. Sie ist eine typische Pflanze warmer Standorte, d. h. sie ist ein Wärmekeimer, sie hat ihr maximales Wachstum bei 20 Grad Celsius und ihre Keimblätter legen sich nachts zusammen. Ihre Scheinblüte sind große „Körbchenblumen“, die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Die Blüten sind vormännlich. Die zungenförmigen Randblüten sind steril und haben eine hohe UV-Reflexion. Die Scheibenblüten sind zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. Der Nektar hat zur Zeit der Hauptproduktion zwischen 10 und 14 Uhr auch den höchsten Zuckergehalt von 35 %. Die Blütenköpfe richten sich fast immer auf „Mittag“ ein; die Sonnenblumen sind also Kompasspflanzen. Die Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne Ost nach West, während sie sich nachts oder in der Morgendämmerung nach Osten zurückkehrt. Auch wenn dies vielfach für die reifende Pflanze angenommen wird, so drehen sich nur die Blätter und Knospen nach der Sonne, nicht jedoch die Fruchtstände. Diese weisen in der Regel nach Osten. Die Bewegung wird von Motorzellen im Pulvinus, einem flexiblen Segment des Stamms gerade unterhalb der Knospe, ausgeführt. Der Stamm verhärtet am Ende der Knospenstufe seine östliche Ausrichtung und, wenn die Überstrahlungsstufe erreicht wird, der Stamm sie gewissermaßen ein. Blühende Sonnenblumen sind nicht mehr heliotrop und die meisten Köpfchen zeigen in Richtung des Sonnenaufgangs. Blütezeit ist von Juli bis September. Die Früchte sind Achänen ohne Pappus, dafür befinden sich auf dem Korbboden viele harte Spreublätter als Tragblätter der Einzelblüten; diese dienen der katapultartigen Ausbreitung der Früchte, besonders bei der Bearbeitung durch Vögel. Dazu kommt eine Versteckausbreitung z. B. durch Mäuse. Außerdem breiten sich die Früchte als Regenschwemmlinge aus. Sie sind Licht- und Wärmekeimer. Die Blätter werden vom Sonnenblumenrost befallen.;

Herkunft
Die wilde Sonnenblume war von Nord- bis Mittelamerika verbreitet. Archäologische Ergebnisse zeigen, dass die Sonnenblume etwa 2500 v. Chr. in der Region des Mississippi und auch in Mexiko-Stadt angebaut wurde.; Francisco Pizarro beobachtete Inkas, welche die Sonnenblume als Abbild ihres Gottes verehrten. Samen der Sonnenblume wurden 1552 von spanischen Seefahrern aus Amerika nach Europa gebracht, wo sie zunächst als Zierpflanze angebaut wurde.

Ursprung des Namens
Die botanische Bezeichnung für Sonnenblume, ''Helianthus annuus'', leitet sich von den griechischen Wörtern ''helios'' (Sonne) und ''anthos'' (Blume) ab. Der Name stammt aus der griechischen Mythologie und ist in einem Gedicht von Ovid überliefert: Einst verliebte sich das Mädchen Clytia in den Gott Apollon. Dieser verschmähte Clytia, und daraufhin setzte sie sich nackt auf einen Felsen nieder, aß und trank nichts und beklagte ihr Unglück. Die Verliebte schaute neun Tage Apollon zu, wie der seinen Wagen über den Himmel bewegte. Dann wurde ihr Herzeleid zu gelben und braunen Farben: Sie verwandelte sich in eine „Sonnenblume“, die ihre Blüte stets nach der Sonne (Apollos Sonnenwagen) drehte. Da die heute als Sonnenblume bezeichnete Pflanze aus Amerika stammt, muss das Gewächs aus der griechischen Mythologie etwas anderes gewesen sein; vermutlich ein Vertreter der Gattung Sonnenwenden (''Heliotropium''). Das Epitheton ''annuus'' leitet sich von der Bezeichnung für „jährlich“ ab und bezieht sich auf die einjährige Vegetationsphase.

Anbau
Voraussetzung zum erfolgreichen Anbau zu Nutzzwecken ist ein tiefgründiger, humus- und nährstoffreicher Boden (insbesondere Kalium und Bor, Stickstoffdüngung ca. 100 kg N/ha) mit ausreichender Wasserversorgung (Wasserbedarf 400 bis 500 ml) und einer Wärmesumme während der Vegetationszeit der Sonnenblume von April bis September von mindestens 14 °C (bezogen auf eine Bezugstemperatur von 6 °C, wenigstens jedoch 5 °C). Die Aussaat erfolgt bei 7 bis 8 °C Bodentemperatur Anfang April mit einem Reihenabstand von 75 cm und einem Abstand in der Reihe von 45 cm. Zwecks Anschluss an das Kapillarwasser des Bodens und zur Gewährleistung eines sicheren Auflaufes ist eine Saattiefe von 4 bis 6 cm anzustreben. Bei einer Saatdichte von 6 bis 7 Pflanzen/Quadratmeter wachsen dann pro Hektar 60.000 bis 70.000 Sonnenblumen. Eine Unkrautbekämpfung ist bis zum Reihenschluss angezeigt, danach ist sie aufgrund hoher Konkurrenzkraft der Sonnenblumen entbehrlich. Der Bestand ist erntereif, sobald die Kornfeuchte zwischen 12 und 18 % liegt. Äußerlich sichtbare Zeichen der Erntefähigkeit sind abgestorbene Blätter und gelb gefärbte Korbunterseiten. Die Ernte erfolgt mit auf die speziellen Anforderungen des Sonnenblumendrusches umgerüsteten Mähdreschern.;

Nutzung
Ab dem 17. Jahrhundert verwendete man die Kerne für Backwaren oder geröstet als Ersatz für Kaffee und Trinkschokolade. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird die Sonnenblume auch als Ölpflanze genutzt. Außerdem werden die Kerne als „Imbiss“ gegessen sowie direkt zum Kochen und als Zugabe zu Salaten verwendet. Schon die Indianer haben die fettreichen Samen als Nahrung verwendet. Sonnenblumenkerne werden auch zur Keimung verwendet und entfalten dabei umso mehr ihre Inhaltsstoffe. Daneben spielt die Verwendung als Vogelfutter eine große Rolle. Hauptanbaugebiete heute sind China, die Vereinigten Staaten, Russland, die Ukraine und das übrige Europa.

Sonnenblumenöl
Das Sonnenblumenöl ist wertvoll für die menschliche Ernährung, sollte aber wegen des hohen Gehalts an mehrfach ungesättigten Fettsäuren nicht als Frittieröl verwendet werden (mit Ausnahme der high-oleic Varianten). Bei landwirtschaftlich genutzten Sonnenblumen liegt der Ölgehalt der Frucht zwischen 48 und 52 %. Sonnenblumenöl, gepresst aus den Samen, wird zum Kochen verwendet. Unraffiniertes Öl, wie es in osteuropäischen Ländern häufiger anzutreffen ist, weist im Gegensatz zu raffiniertem Öl einen starken Eigengeschmack auf und eignet sich daher besonders als Geschmacksträger für die Zubereitung von Kochspeisen und Salaten. Raffiniertes Öl kann in Schmieröl, Treibstoffen und Weichmachern verwendet werden. Die Pressrückstände bzw. das entfettete Mehl können als Viehfutter dienen. Neben der Verwendung als Speiseöl wird Sonnenblumenöl auch in Pharmazie und Medizin sowie für industrielle Verwendungen eingesetzt. In der Pharmazie stellt das Öl ein Füllmaterial in Weichgelatinekapseln dar, daneben wird es für Salben und Cremes verwendet und kann Olivenöl oder Erdnussöl in Medizinprodukten ersetzen. Traditionell angewendet wird Sonnenblumenöl bei Verstopfung sowie äußerlich zur Wundbehandlung und bei Rheuma.; Als Biokraftstoff kann reines Sonnenblumenöl als Pflanzenölkraftstoff eingesetzt werden, anders als bei Rapsölkraftstoff sind die Kraftstoffqualitäten jedoch nur wenig erforscht, und die Ermäßigung der Mineralölsteuer entfällt. Üblich ist dagegen die Erzeugung von Biodiesel aus Sonnenblumenöl: Rund 10 % des 2007 in Europa erzeugten Biodiesels bestehen aus Sonnenblumenöl-Methylester (SME) das aus Sonnenblumenöl und Methanol durch Umesterung hergestellt wird.;

Sonnenblumenkerne
Zu den Inhaltsstoffen gehören über 90 % ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E, Vitamin B, Vitamin A, Vitamin F, Karotin, Calcium, Iod und Magnesium. Sie machen die Sonnenblumenkerne zu einem gesunden Nährmittel. „In 100 g der kleinen, knackigen Kerne steckt mehr Eiweiß als in einem Steak.“; In Russland und auf dem Balkan werden geröstete Sonnenblumenkerne als sogenannte ''Semitschki'' gegessen. Dort sind sie bereits abgepackt in Tüten fertig zu kaufen und werden unterwegs zerbissen und gegessen, die Schalen werden danach ausgespuckt. Ein ähnliches Produkt, die ''pipas de girasol'', ist in Spanien sehr beliebt. Auch in der Türkei ist das Produkt unter dem Namen „Çekirdek“ bekannt. Vitamine je 100 g;: :

Sonnenblumenstroh
Als Sonnenblumenstroh werden die Stängel bezeichnet, die nach der Ernte als Ernterückstände verbleiben. Bei der Sonnenblume beträgt das Korn-Stroh-Verhältnis etwa 1:4,1, sodass bei einem mittleren Kornertrag von etwa 2,5 t pro ha und Jahr theoretisch 10 t Ernterückstände in Form von Stroh an dem Feld zurückbleiben. Es ist anzunehmen, dass die Bergequote wie bei anderen Strohgütern deutlich geringer ausfällt, entsprechende Erfahrungen liegen jedoch nicht vor.; Eine Nutzung von Sonnenblumenstroh erfolgt aufgrund des sehr hohen Wassergehaltes der dicken Stängel sowie des sehr hohen Aschegehalts von 10 % und anderer für die Verbrennung nachteiliger Eigenschaften in der Regel nicht. Es hat einen Brennwert von 16,9 MJ/kg.; In der Tiefebene Ungarns werden aus den Stängeln Querflöten und andere Flöten hergestellt.;

Entgiftende Wirkung
In der russischen und ukrainischen Volksmedizin wird Sonnenblumenöl für Ölkuren verwendet. Bei der auch als Ölziehen bezeichneten Praktik soll der Organismus entgiftet und entschlackt werden.

Typen
Sonnenblumen lassen sich in vier Typen unterteilen:
- Der ''Öltyp'' weist besonders viele Röhrenblüten auf. Die Sonnenblumenkerne besitzen einen sehr geringen Schalenanteil. Für einen Liter Öl werden die Kerne von rund 60 Sonnenblumen benötigt.
- Der ''Futtertyp'' bildet besonders viel Blattsubstanz aus. Er findet Verwendung als Grünfutterpflanze und zur Silagegewinnung sowie im Stoppelfruchtanbau zur Gründüngung.
- Der ''Ziertyp'' wächst in Gärten und besitzt oft mehrere Blütenstände pro Pflanze.
- Der ''Speisetyp'' zeichnet sich durch große und locker sitzende Kerne aus. Zu erwähnen sind auch neue transgene Sorten, die gegen einige Krankheiten immun sind.

Sonnenblumensorten (Auswahl)
Zwergsorten erreichen eine Höhe bis zu 70 cm. Sie sind standfester als die meterhoch wachsenden Sonnenblumensorten und bieten sich für Balkonkästen an. Zu den Sorten gehören:
- 'Sunspot', die goldgelb blüht und 40 bis 60 cm hoch wird und
- 'Double Dandy', die halbgefüllte, pollenfreie rote Blüten hat und etwa 60 cm hoch wird. Hochwachsende Sorten sind:
- 'Ring of Fire', bis zu 120 cm hoch, rot-gelb geflammte Blütenblätter;
- 'Sunrich Orange', bis zu 170 cm hoch, orange Blüten;
- 'Titan', bis zu 3,50 m hoch, leuchtend gelbe Blüten;
- 'King Kong', bis über 4 m hoch mit großen Blüten.

Sonnenblumen in der bildenden Kunst
Die Sonnenblume ist ein häufig gebräuchliches Stilelement in der bildenden Kunst. Vor allem bei Stillleben mit floraler Darstellung ist die Blütenform der Sonnenblume oft gegenwärtig.

Symbolisches

- Die Sonnenblume ist als „''Helianth''“ der Titel des bedeutendsten Romans von Albrecht Schaeffer.
- Weiterhin ist sie ein Staatssymbol des US-Staates Kansas und eine der Stadtblumen von Kitakyūshū, Japan.
- Sie ist ferner das Erkennungssymbol der politischen Partei Bündnis 90/Die Grünen, sowie anderer internationaler und ökologisch orientierter Parteien aus den Neuen Sozialen Bewegungen.
- Weiterhin stehen Sonnenblumen als Zeichen der Hippiebewegung (Blumenkinder).

Literatur

- S. Krist, G. Buchbauer und C. Klausberger: ''Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle.'' Springer Verlag, Wien 2008, S. 434–441, ISBN 978-3-211-75606-5.
- Atlant Bieri: ''[http://www.atlantbieri.ch/2008/05/zweimal-gehegt-stets-gepflegt.html Zweimal gehegt, stets gepflegt.]'' Neue Zürcher Zeitung NZZ am Sonntag, Zürich, 25. Mai 2008, S. 84.
- Walter Schuster: ''Die Züchtung der Sonnenblume.'' 1993, ISBN 3-489-53310-0.
- Haeupler et.al.: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. 2.Auflage, Ulmer-Verlag, ISBN 978-3-8001-4990-2
- R. Düll/ H. Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder, 7. Auflage, Quelle & Meyer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-494-01424-1
(Die Information wird bei Wikipedia unter der Creative Commons Attribution - Lizenz zur Verfügung gestellt.
Hier geht es zum Orginal-Artikel auf Wikipedia )